Vulkane von Teneriffa: das Herz der Kanarischen Inseln

Teneriffa ist die größte Insel des Kanarischen Archipels, und es sind die Vulkane, die ihr außergewöhnliches Relief, Klima und ihre Natur geformt haben. Der höchste Gipfel der Insel ist der Teide, ein aktiver Stratovulkan und zugleich der höchste Punkt Spaniens (3.718 m). Doch Teneriffa ist nicht nur der Teide: Die vulkanische Geschichte der Insel reicht Millionen von Jahren zurück, und Krater sowie Lavafelder begegnen einem hier fast auf Schritt und Tritt.

Entstehung der Insel

Teneriffa entstand vor etwa 12 Millionen Jahren durch unterseeische Vulkanausbrüche. Auf der Insel unterscheidet man drei alte vulkanische Massife: Anaga im Nordosten, Adeje im Südwesten und Teno im Nordwesten. Im Laufe der Zeit verschmolzen sie zu einem zentralen Massiv, in dem sich später der gigantische Teide erhob.

Vulkan Teide

Der Teide ist nicht nur ein Symbol Teneriffas, sondern ganz Spaniens. Der letzte Ausbruch ereignete sich im Jahr 1909 (der Vulkan Chinyero, einer der Nebenkrater des Teide). Heute steht der Vulkan unter ständiger Beobachtung, es gibt jedoch keine Anzeichen einer Gefahr für die Bevölkerung.


Der Nationalpark Teide gehört zum UNESCO-Welterbe. Hier kann man Lavaströme sehen, die wie steinerne Wellen erstarrt sind, die gigantischen Felsformationen Los Roques de García sowie Landschaften, die oft mit der Oberfläche des Mars verglichen werden.

Der Aufstieg zum Gipfel des Teide ist der Traum vieler Touristen. Zunächst kann man mit der Seilbahn bis auf 3.555 m hinauffahren und anschließend den Weg Nr. 10 zu Fuß zurücklegen. Für den Zugang zum Krater ist eine spezielle Genehmigung erforderlich, da die Anzahl der Besucher begrenzt ist. Vom Gipfel aus eröffnet sich ein atemberaubender Blick über den gesamten Archipel und den Atlantischen Ozean.

Weitere Vulkane und Krater

  • Pico Viejo (3.135 m) — ein Nachbar des Teide und der zweithöchste Vulkan der Insel. Sein rund 800 m breiter Krater hinterlässt einen starken Eindruck.
  • Chinyero — genau dieser Vulkan brach im Jahr 1909 aus und ließ Lavaströme in Richtung Küste fließen. Heute ist er ein beliebtes Gebiet für Wanderungen.
  • Guajara (2.718 m) — ein Berg mit flachem Gipfel, der einst ein Krater war. Von hier aus eröffnen sich Panoramablicke auf den Teide und die Südküste der Insel.

Im Norden und Osten der Insel findet man Dutzende kleiner Vulkankegel und Lavahöhlen, darunter die berühmte Cueva del Viento (Höhle des Windes) — die größte vulkanische Lavahöhle Europas mit einer Länge von über 17 km.

Einfluss der Vulkane auf Natur und Leben

Dank der Vulkane besitzt Teneriffa eine einzigartige Flora und Fauna. Der vulkanische Boden ist reich an Mineralien, was den Anbau von Trauben, Bananen und Kartoffeln ermöglicht. Die Landschaften der Insel beeindrucken durch ihre Kontraste: von schwarzen Basaltstränden über Kiefernwälder bis hin zum schneebedeckten Gipfel des Teide.

Fazit

Vulkane sind nicht nur eine Naturgewalt, sondern auch eine Quelle von Leben, Schönheit und Energie für Teneriffa. Sie haben das Erscheinungsbild der Insel geprägt, ihr Klima bestimmt, den Bewohnern fruchtbare Böden geschenkt und den Besuchern unvergessliche Eindrücke hinterlassen.

Drei Fakten über die Vulkane Teneriffas

  • Der Teide ist der dritthöchste Vulkan der Welt, wenn man ihn vom Meeresboden aus misst.
  • Der letzte Vulkanausbruch auf der Insel ereignete sich vor etwas mehr als 100 Jahren.
  • Die Landschaften des Teide dienen häufig als „Kulissen“ für Filme und wissenschaftliche Expeditionen — von Star Wars bis zu Forschungsprojekten der NASA.